Wochenend-Trip nach Weinheim an der Bergstraße​

Erlebnisbericht eines Familienausflugs

„Mein Mann sitzt am Steuer und hupt schon das dritte Mal. Die Kinder chillen mit den Smartphones auf der Rückbank, ich lasse mich nicht stören und schlendere mit Sam unserem jungen Golden Red River auf dem Arm zum Auto. Das erste freie Wochenende seit fast 3 Monaten. Wir wollen gar nicht weit weg, kein großer Urlaub, einfach mal raus aus der Stadt und dem Alltagsstress entfliehen. Aus der staubigen Großstadt , geht es nach Weinheim an der Bergstraße, eine kleine Stadt in Baden Würrtemberg, Hauptziel ist das Miramar Erlebnisbad, welches uns von sehr guten Freunden empfohlen wurde.
Aber ich, als selbst ernanntes Oberhaupt der Familie, zumindest wenn es um die Freizeitgestaltung geht, möchte nicht nur im Schwimmbad liegen. Ich möchte schön Essen gehen, vielleicht eine kleine Wanderung machen und ein wenig die Stadt erkunden. Aber man wird sehen wofür wir Zeit finden, bloß keinen unnötigen Stress aufbauen.
Mal schauen was dieses Weinheim zu bieten hat…

Mein Mann sitzt am Steuer und hupt schon das dritte Mal.
Die Kinder chillen, wie man heutzutage sagt, mit den Smartphones auf der Rückbank.

Ich schlendere mit Sam unserem jungen Golden Red River auf dem Arm zum Auto.
Das erste freie Wochenende seit fast 4 Monaten. Wir wollen gar nicht weit weg, kein großer Urlaub,
einfach mal raus aus der Stadt und dem Alltagsstress entfliehen.

Von (Stadt), geht es nach Weinheim an der Bergstraße.
Eine kleine Stadt in Baden Würrtemberg.

Hauptziel ist das Miramar Erlebnisbad, welches uns von Freunden empfohlen wurde.
Aber ich, als selbst ernanntes Oberhaupt der Familie, zumindest wenn es um die Freizeitgestaltung geht,
möchte nicht nur im Schwimmbad liegen und so gern ich Kinder mag, hunderte aufgedrehte Kinder in einem Erlebnisbad,
nun sie wissen ja bestimmt wie das ist.

Ich möchte schön Essen gehen, vielleicht eine kleine Wanderung machen und ein wenig die Stadt erkunden. Einfach entspannen.
Aber man wird sehen wofür wir Zeit finden, bloß keinen unnötigen Stress aufbauen.

Mal schauen was dieses Weinheim zu bieten hat…

Über die A6 kommen wir auf die B3. Das Navi zeigt uns den Weg, anscheinend führt es uns parralel zur Stadtmitte entlang der Straßenbahn durch Weinheim.
In Gedanken versunken nehme ich ein Einkaufszentrum, ein Möbelhaus und viel Grün wahr. Meine zwei Kinder waren die ganze Fahrt wie in Trance
in der Welt von Youtube vertieft, aber das wir gerade an einem McDonalds vorbeigefahren sind erweckt sie wie von Geisterhand.
Mein man schmunzelt, aber ich bin kein Fan von Fastfood, und tue so als hätten wir das riesige gelbe „M“ leider leider zu spät gesehen.
Das Navi führt uns schnurstracks zu unserem Hotel. Dem NH Hotel im Westen der Stadt.

Parken, Strecken, Taschen raus und einchecken. Alles ohne Probleme. Ein schönes kleines Zimmer, etwas zu geschäftlich für meinen Geschmack,
aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und für eine Nacht vollkommen ok.

Ausflug Part 1:

Mit dem Bus der direkt vor dem Hotel abfährt, geht es vorbei an einem oder sogar zwei Sportcentern. Ein kleiner Minigolfplatz, Tennisplätze und viel Natur.
Nicht mal 10 Minuten dauert die Fahrt und wir sind da. Hätten wir auch laufen können. Bis jetzt ganz schön hier denke und wir stellen uns [Hund streichen!!]
an der Warteschlange des Erlebnisbades an.

3 Stunden später.
Der Sloagan des Miramars ist „Jeder Tag ein kleiner Urlaub“.
Puh. Ja, kann man schon so stehen lassen. Wir waren Rutschen, Essen, im Whirpool, in der Saune und im Außenbereich – hier gibt es einen Badesee!
Diesen verbuche ich als erste Entdeckung meinerseits, als Freizeitoberhaupt! Denn den Waidsee, wie er genannt wird, kann man auch ohne die doch recht hohen Eintrittskosten
des Erlebnisbades besuchen, für einen Bruchteil besser gesagt. Allerdings hat man dort keine tollen Rutschen oder eine Sauna – erwarte ich von einem städtischen Badesee
aber auch gar nicht. Der wäre mehr was für mich gewesen, einfach auf der Wiese liegen und „chillen“.

Wie auch immer, das Erlebnisbad war definitv ein Erlebnis und ein wenig auch wie Urlaub.Am Ausgang erkundige ich mich nach dem Badesee, der ja direkt nebeban liegt.
Die Begeisterung meiner Kinder hält sich in Grenzen, aber das Murren und Knurren geht schnell vorbei, die Kinder wissen das diese Tour bei
mir nicht zieht.
Wir drehen also noch eine kleine Runde um den See, ich finde so etwas wunderschön. Alles grün, Vögel zwitschern, wir sehen ein paar Schwäne und Enten, einen Segelverein
und unzählige Jogger und junge Menschen mit ihren Hunden.
Das haben wir in unserer staubigen Großstadt nur an ganz wenigen Ecken.

Nach 4 Stunden im Rutschenparadis und einer weiteren in Form des See Spaziergangs, geht es zurück in unser Hotel.

Wir beschließen uns erstmal ein Stündchen aufs Ohr zu legen und am Nachmittag wollen wir die Altstadt und den historischen Marktplatz besuchen von dem uns der
Hotelmitarbeiter erzählt hat. „Den Marktplatz muss man gesehen haben – sehr gemütlich, tolles Essen“ waren seine Worte.

Ausflug Part 2:

Wieder im Bus geht es Richtung Altstadt. Schulen, Supermärkte, noch ein kleines Schwimmbad, alles was man braucht.
Wir fahren über die so genannte Bahnhofsstraße (einen Bahnhof gibt es offensichtlich auch) bis zur Haltestelle Dürrerplatz.
„Gehen wir auf die Burg Mama“ höre ich meinen Sohn fragen.
Ich wende meinen Blick zu ihm, der strahlend auf eine kleine Burg in der Ferne zeigt. Er liebt sowas. „Später vielleicht“ sage ich. Erstmal herausfinden wie man dort hinkommt.
Laut Busfahrer können wir einfach durch die Fußgängerzone laufen und könnten den Marktplatz unmöglich verfehlen.
Auf dem Weg, der uns an vielen alten Fachwerkhäusern vorbeiführt, gibt es viele kleine Geschäfte, Eisdielen, ein Kino und ein kleines Museum.
Am besagten Marktplatz angekommen, staune ich. Tatsächlich sehr sehr schön! Rechts und links lauter kleine Restaurants, manche sogar mit Übernachtungsmöglichkeiten und
alles sehr idyllisch. Es erinnert mich ein wenig an die Art Marktplatz welche man in diesen kleinen spanischen oder italienischen Städtchen findet.
Am oberen Ende steht eine Kirche, die schauen wir uns nach dem Essen an.
Wir picken uns eines der vielen Lokale raus und sind sehr zufrieden mit unserer Auswahl.
Essen, Service und Ambiente. Gedanklich klicke ich überall auf „Gefällt mir“ und werfe mit Bewertungssternen um mich.
Mein Mann und auch die Kinder sind ebenfalls zufrieden. Alles wunderbar.

Nach dieser Stärkung spazieren wir Richtung Kirche und finden ein Stück weiter oben, das Weinheimer Rathaus. Es ist in einer Art Schloss untergebracht.
Noch ein Stück weiter befindet sich ein Park. Der Schlosspark. Eine große Wiese auf der Menschen liegen, Bücher lesen oder kleine Picknickpausen machen.
Es gibt Wanderwege die in einen Wald führen und einen kleinen Teich. Also wenn das nicht idyllisch ist, dann weiß ich auch nicht.

Mein Sohn erinnert mich an diese Burg. Stimmt, hätte ich vor lauter Entspannung fast vergessen.
Wir fragen eine kleine Gruppe junger Leute, die uns erklären das wir von hier aus nicht zur Burg kommen. Und es sei eigentlich eine Burgruine und eine Burg.
„Ja was jetzt!?“ denke ich und mir fällt ein das Weinheim als 2 Burgenstadt bezeichnet wird. Ha! Ihr schummelt doch, Weinheim die Burgen und Ruinenstadt müsste es heißen, hört sich aber
zugegebenerweise nicht so schön an – ist in Ordnung, da drücken wir mal ein Auge zu.

Die Gruppe Jugendlicher hat während meiner Gedankenabschweife meinem Mann und den Kinder ausführlich erklärt
wie wir zur Burgruine kommen, wir bedanken uns und machen uns auf den Weg.

Wir laufen den Weg zurück den wir gekommen sind und weiter durch die Altstadt. Die Ausschilderung für den Wanderweg finden wir recht schnell und machen uns
auf die kleine Reise. Über „Stock und Stein“ geht es durch den Wald den Berg hinauf. Nach etwa xx Minuten finden wir zwei große geschnitzte Holfiguren, eine Maus und ein
Waldmonster oder so etwas in der Art. „Der Grüffelo“ so steht es geschrieben. Süß gemacht, aber das muss ich später mal googlen was genau die Figuren bedeuten.
Kurze Zeit später sind wir auch schon oben angekommen. Vor uns eine große alte Burgruine und einen unglaubliche Aussicht auf die Stadt und noch ein gutes Stück weiter.
Auch ein Restaurant gibt es hier oben, aber gegessen haben wir ja schon. Wir setzen uns trotzdem, denn etwas zu Trinken und ein Eis hat sich jeder von uns verdient.

Wir könnten noch zur Wachenburg weiter wandern, aber am Blick meiner Kinder sehe ich, das ich die Idee gleich wieder in die gedankliche Schublade stecken kann.
Rückweg ist angesagt, bald wird es dunkel und für einen Tag war das auch mehr als genug.

Fazit:

Weinheim ist eine schöne kleine Stadt, mit allem was man zum Leben braucht und im Vergleich zur Großstadt unglaublich idyllisch und grün.
Als gemütliches Ausflugsziel auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden und falle erschöpft ins Hotelbett.
Morgen geht es wieder zurück in die laute Stadt, aber das sind wir ja gewöhnt, alles halb so schlimm.
Die Familie ist sich einig, und das heißt schon was, hier kann man auch mal wieder hinfahren, es gibt sicher noch ein paar andere Dinge zu entdecken.