Weinheim an der Bergstraße

























Weinheim (kurpfälzisch: Woinem) ist eine so genannte “Große Kleinstadt” im
Nordwesten Baden-Württembergs. Sie liegt etwa 18 km nördlich von Heidelberg und etwa 15 km nordöstlich von Mannheim an der Badischen Bergstraße in der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.

Weinheim ist die größte Stadt des Rhein-Necker-Kreises und
seit dem 1. April 1956 eine Große Kreisstadt.

Wegen ihrer beiden Wahrzeichen, der Ruine Windeck und der Wachenburg, trägt sie den Beinamen „Zwei-Burgen-Stadt“.  Sprachlich gehört die Weinheimer Ortsmundart Woinemerisch zu den kurpfälzischen Dialekten.

Zu Weinhem gehörende Ortsteile

Der erste Eindruck

Zahlen, Fakten, Wissenswertes und Historisches

 

Bevölkerung

Beschäftigte

Kaufkraft allgemein 2018

Kaufkraftindex

Prognose 2020

30.06.2019

Mio. €

€ pro Einwohner

D = 100

45.512

21.282

1.260,0

27.686,0

119,1

Kaufkraftanalyse 2020 im Bezirk der IHK Rhein-Neckar, Oktober 2020

     

Bodenfläche insgesamt

 

5.811 ha 

 

100% 

Siedlungs- und Verkehrsfläche
davon u.a.

 

1.459 ha 

 

25,1% 

Wohnbaufläche

 

527 ha

 

9,1%

Industrie- und Gewerbefläche

 

242 ha

 

4,2%

Verkehr

 

465 ha

 

8,0%

Landwirtschaft

 

2.434 ha

 

41,9%

Wald

 

1.735 ha

 

29,9%

Gewässer

 

90 ha

 

1,5%

übrige Nutzungsarten

 

73 ha

 

1,3%

     

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

 

 

Der Gemeinderat der Stadt Weinheim hat normalerweise 32 Mitglieder, die für fünf Jahre direkt gewählt werden und den Titel „Stadtrat“ führen. Gewählt wird in Unechter Teilortswahl wodurch der Kernstadt (21 Sitze) sowie den Ortsteilen Lützelsachsen (4), Hohensachsen/Ritschweier (2), Oberflockenbach (2), Sulzbach (2) und Rippenweier (1) eine festgelegte Anzahl von Sitzen zugesichert ist. Hinzu kommt der Oberbürgermeister als stimmberechtigter Vorsitzender des Gemeinderats.

Bei der Kommunalwahl 2019 ergaben sich zusätzlich 4 Ausgleichssitze, sodass der Gemeinderat bis zur nächsten Wahl 2024 36 Mitglieder hat. Insgesamt führte die Wahl 2019 zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014)

Partei / ListeProzentSitze
Grüne/Alternative Liste25,8 % (+9,5)9 (+3)
Freie Wähler21,5 % (+2,3)8 (±0)
CDU21,4 % (−2,3)8 (−1)
SPD16,3 % (−3,3)6 (−2)
Die Linke6,8 % (+1,9)2 (±0)
FDP
6,4 % (+1,4)2 (±0)
Deutsche Liste1,8 % (+1,8)1 (+1)

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,4 % (+11,2)

Name der Stadt:

755 n. Chr. war die erste urkundliche Erwähnung Winenheims im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Kloster Lorsch. Der Name Weinheim kommt demnach nicht vom Wein, der in der Gegend angebaut wird, sondern von Winos Heim.


Stadtwappen:

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Durch eine eingebogene goldene Spitze, darin eine rote Weinleiter (Raste), geteilt, vorn in Schwarz ein linksgewendeter rot bewehrter, rot bezungter und rot gekrönter goldener Löwe, hinten von Silber und Blau schräggerautet.“

Die rote Weinleiter erscheint bereits im ältesten Stadtsiegel, von dem ein Abdruck aus dem Jahre 1337 erhalten ist. Die Weinleiter spielt als sogenanntes redendes Bild auf den ersten Teil des Ortsnamens Weinheim an, obwohl sich der Ortsname nicht von Wein, sondern vom fränkischen Personennamen Wino, Freund, herleitet. Der Üfälzer Löwe und die Wittelsbacher Rauten erinnern an die 550-jährige Zugehörigkeit Weinheims zur Kurpfalz. Die heute übliche Form und Farbgebung des Wappens wurde 1899 festgelegt.

Auszug aus der Geschichte Weinheims:

1000 n. Chr. verlieh Kaiser Otto III. Weinheim das Marktrecht dem 1065 das Münzrecht folgte. Oberhalb des Ortes erbaute das Kloster Lorsch zur Sicherung seiner Besitzungen die Burg Windeck. Als Lorscher Vogt erhob Pfalzgraf Konrad Ansprüche auf Weinheim und die Burg. Nachdem 1232 das Lorscher Kloster dem Mainer Bishof unterstellt worden war, kam es zu längeren Streitigkeiten zwischen Mainz und der Pfalz.

Um 1250 legte der Pfalzgraf neben der Altstadt als Gegengründung zu Mainz die Neustadt an. In einem Schiedsspruch erhielt 1264 die Pfalz die Neustadt und die Burg Windeck zugesprochen. Hierbei wurde die Neustadt zum ersten Mal als „Stadt“ bezeichnet, die näheren Umstände der Stadtrechtserhebung sind nicht überliefert. 1308 ging auch die Altstadt auf die Pfalz über. Ab 1368 gehörte Weinheim zum unabtrennbaren Kerngebiet der Kurpfalz und unterstand seit Ende des 14. Jahrhunderts dem Oberamt Heidelberg 1454 wurden die bis dahin verwaltungstechnisch immer noch getrennten Gebiete der Altstadt und der Neustadt zu einer Stadt vereinigt.

Im 17. Jahrhundert wurde Weinheim im DreißigjährigenKrieg, im Holländischen Krieg und im Üfälzischen Erbfolgekrieg mehrfach von fremden Truppen erobert und die Burg Windeck zerstört.

1698 verlegte Kurfürst  Johann Wilhelm für zwei Jahre seinen Hof, die Heidelberger Universität und die kurfürstliche Münzstätte und Druckerei nach Weinheim. Die Pläne, die einen großzügigen Ausbau des Weinheimer Schlosses vorsahen, wurden allerdings nicht verwirklicht.

1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst und Weinheim gelangte zu Baden wo es Sitz eines Bezirksamtes wurde.

Folgende Gemeinden wurden nach Weinheim eingegliedert:

  • Oberflockenbach am 1. Mai 1972
  • Sulzbach am 1. Juni 1972
  •  Rippenweier am 1. Juli 1972
  • Ritschweier am 1. August 1972
  • Hohensachen und Lützelsachsen beide am 1. Januar 1973